Mercedes hat seine Favoritenstellung im dritten Training des GP Las Vegas (22.11.) untermalt. Aber im Gegensatz zum Vortag war dieses Mal George Russell der Schnellste. Der Engländer umrundete in 1.33,570 Minuten den 6,201 Kilometer langen Stadtkurs. Zweiter wurde Oscar Piastri (McLaren) mit zwei Zehnteln Abstand vor Ferrari-Mann Carlos Sainz.
Auf dem vierten Platz sortierte sich Lando Norris im zweiten McLaren ein. Der Engländer verlor aber bereits vier Zehntelsekunden auf Russell.

Max Verstappen beschwerte sich im dritten Training zunächst über seinen Red Bull. Nach einem Umbau lobte er den RB20.
Verstappen motzt und lobt
Hinter dem 25-Jährigen klassifizierte sich Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot war in den 60 Minuten häufig am Funk zu hören. Zunächst beklagte er sich über das Fahrverhalten seines RB20. Der Longrun auf den Medium-Reifen war nicht nach dem Geschmack des Weltmeisters und klagte: "Ich kann das Auto nicht fahren. Wenn ich draußen bleibe, crashe ich. Der linke Vorderreifen ist im Eimer." Sein Renningenieur Gianpiero Lambiase erlöste ihn und beorderte ihn an die Box.
Danach veränderte Red Bull den Reifendruck und Verstappen ging rund zehn Minuten vor Ende der Session auf Zeitenjagd. Anschließend lobte er: "Der Grip fühlt sich um Welten besser an, als zuvor."
Verstappen ließ seinen langjährigen Rivalen Lewis Hamilton im zweiten Mercedes hinter sich. Der Engländer hatte sich lange mit Teamkollege Russell an der Spitze des Tableaus abgewechselt, wurde dann jedoch durchgereicht. Ein Ausrufezeichen setzten die Williams-Piloten Alexander Albon und Franco Colapinto. Sie landeten auf P7 und P8.
Kevin Magnussen war wie gestern der schnellere Haas-Fahrer und wurde Neunter, Pierre Gasly (Alpine) rundete die Top-Ten ab. Nico Hülkenberg (Haas) verpasste den Sprung in die obere Tabellenhälfte knapp, konnte aber Charles Leclerc im Ferrari noch hinter sich lassen.

Sieben Minuten vor Ende des Trainings rollte Lance Stroll aus. Das verursachte eine Unterbrechung.
Stroll sorgt für rote Flagge
Sieben Minuten vor Schluss rollte Lance Stroll zwischen T12 und T13 aus. Sein Aston Martin lieferte keinen Vortrieb mehr. Die Rennleitung unterbrach die Session für sechs Minuten, was zum vorzeitigen Ende der Zeitenjegd führte. Die grünen Renner machen auch in Las Vegas bisher keinen guten Eindruck. Fernando Alonso kam nicht über Rang 15 heraus.
Fraglich wird sein, ob die Mechaniker das Auto von Stroll bis zum Qualifying um 22 Uhr Ortszeit repariert bekommen. Es bleiben nur gute zwei Stunden. Im Live-Ticker von auto motor und sport halten wir Sie dann wie immer auf dem Laufenden. Klicken Sie rein!