Red Bull, Ferrari, Williams. Red Bull auf Platz 1 ist der Normalfall. Ferrari als bester Verfolger war nicht ganz erwartet. Silverstone galt in der Theorie als Problemstrecke für die roten Autos. Doch der Freitag deutete an, dass die Herrlichkeit für Ferrari eine kurze Halbwertzeit haben könnte. Auf eine Runde verlor Carlos Sainz nur 22 Tausendstel auf Max Verstappen. Über neun Runden auf Soft-Reifen waren es im Schnitt sieben Zehntel. Sainz ging seine Rennsimulation zu forsch an und bezahlte dafür. Außerdem ist noch gar nicht sicher, ob der Soft-Reifen eine gute Wahl für das Rennen ist.
Die große Überraschung folgte auf Platz 3. Williams ist ein Team, das man eher am Tabellenende erwartet. Doch am ersten Trainingstag stellte Alexander Albon den FW45 zwei Mal auf den dritten Platz. In der zweiten Sitzung kam der Thailänder Verstappen bis auf zwei Zehntel nahe. Und Logan Sargeant bestätigte als Fünfter die starke Form der Autos des britischen Traditionsteams.
Trotzdem ist der Williams kein Auto für das Podest beim Heimspiel. Das Team ging bewusst auf schnelle Runden, um mehr Daten über die jüngsten Upgrades zu sammeln. Im Longrun schaffte es Albon aber immer noch in die Top Ten. Mercedes und Aston Martin knabberten an ihren altbekannten Problemen. Es hakt auf der ersten Runde, ist aber vielversprechend im Dauerlauf. Die vielen Upgrades bei diversen Teams haben noch keine Bäume ausgerissen. Die Ingenieure brauchen mehr Zeit sie zu verstehen.
Sechs Dinge, die Sie wissen müssen
