GP Bahrain 2022 (2. Training): Verstappen vorn

GP Bahrain 2022 - Ergebnis Training 2
:
Verstappen knapp vor Leclerc

Max Verstappen - Red Bull - GP Bahrain 2022 - Sakhir © xpb 82 Bilder

Der Weltmeister trumpft im zweiten Training auf. Max Verstappen sichert sich die Bestzeit, allerdings nur knapp vor Charles Leclerc im Ferrari. Mercedes scheint tatsächlich zurückzuliegen. Alpine und Aston Martin überraschten im Mittelfeld.

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Die neue Formel 1 hat ihre ersten beiden Trainings absolviert. Nach 120 Minuten am Freitag scheinen sich die Eindrücke der Testfahrten zu bestätigen. Red Bull und Ferrari liefern sich an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Duell. Mercedes hinkt auf eine Runde tatsächlich eine halbe Sekunde hinterher. Den Silberpfeil befällt weiterhin das lästige Bouncing. Es war am Freitagabend von Bahrain vor allem am Auto von Lewis Hamilton zu sehen.

Die erste Übungseinheit bei Tag hatte noch eine eher geringe Aussagekraft. Weil Qualifikation und Rennen erst stattfinden, sobald die Sonne untergegangen ist – so wie im zweiten Training bei einer Außentemperatur von 17 Grad Celsius. Der Asphalt war vorher zwischen 22 und 24 Grad kalt. In den Top 10 des FP2 tummelten sich gleich sechs verschiedene Fabrikate: zwei Red Bull, zwei Ferrari, zwei Mercedes, zwei Haas und je ein Alpine und Alfa Romeo.

Enges Rennen zwischen Red Bull und Ferrari

Um die Spitzenposition balgten sich Max Verstappen und Charles Leclerc. Das bessere Ende hatte der Weltmeister für sich. Red Bulls Superstar umrundete den 5,412 Kilometer langen Bahrain International Circuit in 1:31.936 Minuten. Doch der Ferrari mit der Startnummer 16 ließ sich nicht abschütteln. Leclerc schrammte um 87 Tausendstel am Sonnenplatz der Formel 1 vorbei.

Der erste und dritte Sektor gingen an Verstappen. Dort ist Motorleistung gefordert. Was dafür sprechen könnte, dass Red Bull den Honda-Motor in einer etwas höheren Leistungsstufe betrieben hat. Verstappen hatte mit 317 km/h auch den höchsten Speed am Ende der Zielgeraden. Der Ferrari war im kurvenreichen Mittelsektor, wo sich acht der insgesamt 15 Kurven schlängeln, etwas schneller als der Red Bull. Das könnte für mehr Abtrieb oder weniger Gewicht sprechen.

Jedenfalls hängten sowohl Verstappen als auch Leclerc ihre Teamkollegen ab. Carlos Sainz verlor durch die Bank: 0,167 Sekunden im ersten Abschnitt, ein Zehntel im Mittelsektor und weitere 0,225 Sekunden hinten heraus. In Summe lag der Drittplatzierte eine halbe Sekunde hinter seinem Teamkollegen.

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Russell Vierter, Hamilton Neunter: Mercedes muss noch aufholen.

Mercedes mit Rückstand

Der zweite Red Bull mit Sergio Perez am Steuer landete nur auf dem siebten Platz. Der Mexikaner häufte einen Rückstand von über einer Sekunde an. Das muss ihn nachdenklich stimmen. In seiner zweiten Saison bei Red Bull sollte er näher an Verstappen herankommen. Dasselbe Ziel hat auch Mercedes.

Offenbar hat der Konstrukteurs-Weltmeister tatsächlich größere Probleme. George Russell begrenzte den Schaden im zweiten Training. Der junge Engländer reihte sich mit einem Rückstand von 0,593 Sekunden an vierter Stelle ein. Der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton rutschte auf die neunte Position ab. Er klagte über zu starkes Bouncing bei hoher Geschwindigkeit. Außerdem haderte Hamilton mit den Bremsen, und beklagte den zeitweisen Verlust von DRS.

Red Bull vor Ferrari und Mercedes. Dahinter trumpften Fernando Alonso im Alpine und Valtteri Bottas im Alfa-Sauber auf. Das Alpine-Upgrade mit den neuen Seitenkästen scheint zu fruchten: Alonso sicherte sich den fünften Platz. Teamkollege Esteban Ocon musste hingegen auf eine alte Spezifikation zurückgreifen, nachdem es ihm den rechten Seitenkasten im ersten Training zerrissen hatte. Das Ergebnis: Rang zwölf.

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McLaren verpasste in beiden Trainings am Freitag mit beiden Autos die Top 10.

McLaren enttäuscht

Valtteri Bottas trainierte in der ersten Übungseinheit nur zwei Runden lang. Wenn man das überhaupt bei zwei Ausfahrten aus der Box und direkt wieder zurück so nennen kann. Am Abend absolvierte der Finne 29 Umläufe und positionierte sich direkt hinter Alonso. Auch der zweite Ferrari-Kunde ist gut unterwegs. Mick Schumacher und Kevin Magnussen kletterten beide in die Top 10. Haas kann sich berechtigte Hoffnungen machen, in dieser Saison aufzurücken.

Eine enttäuschende Vorstellung bot McLaren. Es sei denn, das Team war wie in der Vorsaison so oft an Freitagen mit konservativen Motoreinstellungen und mehr Benzin auf der Bahn. Alpha Tauri, mit Pierre Gasly der Star des ersten Trainings, stürzte unter Flutlicht gnadenlos ab. Aston Martin und Williams hatten am Freitag die langsamsten Autos. Nico Hülkenberg schlug sich achtbar. Er folgte Teamkollege Lance Stroll und verlor nur eine Zehntelsekunde.

Tabelle

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