Vom großen Regen blieb das Formel-1-Feld am Freitag verschont. Zwar verdunkelten die Wolken den Himmel über der Rennstrecke, doch die Qualifikation fand wie das erste Training auf einer trockenen Piste statt. Das soll sich am morgigen Samstag ändern. Dann soll die 4,318 Kilometer lange Rennstrecke für den Sprint-Shootout und das Sprint-Rennen den Prognosen zufolge unter Wasser stehen.
Auf einer trockenen Bahn ist Red Bull derzeit nicht aufzuhalten, wenn der Weltmeister am Lenkrad dreht. Max Verstappen zeigt sich auch in Österreich in Überform. Er kam ohne Makel durch den Tag. Auf die schnellste Runde im ersten Training folgten drei Bestmarken in der Qualifikation. Der WM-Führende führte das Feld sowohl im Q1 als auch in den Folgeteilen Q2 und Q3 an. Besser geht es nicht. Das Ergebnis war die sechste Pole der Saison und die 26. der Laufbahn.

Quali-Highlights in der Galerie
So hatte es sich Red Bull im Vorfeld gewünscht. Beim Rennen auf heimischen Boden soll die makellose Bilanz des bisherigen Jahres fortgesetzt werden. Und die Verstappen-Fans wollen bei einem ihrer liebsten Grand Prix das ganze Wochenende feiern. Zumindest am Freitag-Abend konnten sie es.
Für Ferrari verlief der Qualifikations-Freitag positiv. Charles Leclerc und Carlos Sainz schwangen sich in ihren roten Autos zum ersten Jäger auf. Die neuen Teilen haben dem Ferrari dem ersten Eindruck nach mehr Konstanz einverleibt. Rivale Mercedes verbuchte dagegen einen gebrauchten Tag. Lewis Hamilton schaffte es wenigstens ins Q3 und belegte dort den fünften Rang. Teamkollege George Russell scheiterte dagegen bereits im zweiten Durchgang.
Das größte Paket an neuen Teilen hatte McLaren geschnürt. Es beflügelte Lando Norris bis auf den vierten Platz. Ein Ergebnis, mit dem im Traditionsrennstall wohl die wenigsten gerechnet hatten. Norris hielt sich wie seine Kollegen schadlos, was Ausrutscher anbetraf. Einzige Ausnahme war ein Dreher von Valtteri Bottas im Q1, der für den Finnen glimpflich endete. Zu einem großen Ärgernis wurden die Track Limits – wie so oft in Spielberg. So extrem wie dieses Mal schien es allerdings nie zuvor gewesen zu sein.