So unvorhersehbar war ein Qualifying lange nicht. In den drei Freien Trainings von Paul Ricard konnten Red Bull und Ferrari einige Wirkungstreffer landen. Am Freitag hatte Ferrari den Gegner schon fast am Boden. Im dritten Training am Samstag holte Max Verstappen dann plötzlich zum großen Gegenschlag aus und führte plötzlich mit dreieinhalb Zehnteln.
Pünktlich zum Start des Qualifyings sprang das Thermometer dann über die 30°C-Marke. Die Spannung war am Siedepunkt. Und auf ein Mal war Ferrari wieder zur Stelle. Mit einem cleveren Windschattenspiel auf der langen Gerade half Carlos Sainz seinem Teamkollegen Charles Leclerc zur siebten Pole Position des Jahres.

Deutsche Piloten früh raus
Bei den deutschen Piloten gab es nichts zu feiern. Sebastian Vettel musste bereits in der zweiten Quali-Runde die Segel streichen. Mit dem zwölften Startplatz quetschte er das Maximum aus seinem Aston Martin. Nach dem letzten Platz im Spielberg-Quali war immerhin ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen. Der vierfache Weltmeister muss dieses Jahr kleinere Brötchen backen.
Mick Schumacher bekam nach zwei Punkte-Ergebnissen einen Dämpfer verpasst. Der Haas-Youngster hatte eigentlich den Speed für ein besseres Resultat, doch dann lenkte er etwas zu aggressiv in Kurve 3 ein und verließ mit allen vier Rädern die Strecke. Die Rennleitung hatte kein Erbarmen und strich ihm die Rundenzeit, die locker für das Weiterkommen gereicht hätte.
In der Galerie zeigen wir Ihnen noch Highlights vom Kampf um die besten Startplätze.