Neues Jahr, neues Spiel. Diesmal unter ganz anderen Vorzeichen. Die Formel 1 bestreitet in Bahrain ihr erstes Saisonrennen 2022. Und beginnt eine neue Zeitrechnung. Die Macher der Königsklasse des Motorsports haben das Regelwerk völlig umgeschrieben, um den Autos ein futuristisches Aussehen zu verpassen und die Action auf der Rennstrecke zu erhöhen.
Nico Hülkenberg kannte die Ground-Effect-Autos bislang nur aus dem Simulator. An diesem Wochenende muss der Mann aus Emmerich durch einen Crashkurs. Sebastian Vettel fällt wegen Corona aus. Hülkenberg springt kurzfristig für ihn ein. Aston Martins Edelreservist musste sich am Freitag erst einmal den Rost aus den Knochen fahren. Seit Oktober 2020, seit dem GP Eifel hat er kein Rennen mehr bestritten. Weder in der Formel 1 noch in sonst einer Rennserie.

Highlights Trainingsfreitag
Am Freitag (18.3.2022) musste Hülkenberg funktionieren wie ein Schwamm und möglichst alle Informationen aufsaugen, die ihm sein Team an die Hand gibt und die ihm das Auto vermittelt. Die Konkurrenz kennt die neue Rennwagen-Generation dagegen von sechs Testtagen auf der Rennstrecke.
Sechs Teams haben im Vergleich zum Vorjahr nichts an der Fahrerpaarung verändert, wenn wir Aston Martin mal mitzählen. Alfa Romeo tauschte gleich beide Fahrer aus und lässt mit Guanyu Zhou erstmals einen chinesischen Rennfahrer debütieren. Haas hat Kevin Magnussen zurückgeholt, Mercedes George Russell zu sich ins Werksteam befördert. Williams setzt dafür auf die Dienste von Alexander Albon.
Am Trainingsfreitag von Bahrain setzten die Teams ihre Arbeit der letzten Woche fort. Fahrer und Ingenieure suchten zusammen nach der passenden Abstimmung – und mussten dabei einkalkulieren, dass die Streckentemperaturen am Abend fallen. 495 Lichtmasten leuchten den Fahrern dann die Ideallinie auf der 5,412 Kilometer langen Rennstrecke aus.
Bahrain richtet zum vierten Mal in seiner Geschichte den Saisonstart der Formel 1 aus. 2006 und 2010 siegte jeweils Fernando Alonso. Im Vorjahr ritt Lewis Hamilton in seinem Mercedes am schnellsten durch die Wüste. Jetzt sucht die Formel 1 abermals das schnellste Auto. Wer setzt sich diesmal durch?