Die Weltmeister von Red Bull sind über den Winter noch besser geworden. Am meisten gesteigert hat sich aber Aston Martin. Ferrari und Mercedes fielen im Vergleich mit er Konkurrenz zurück. Sauber und Alpha Tauri bewegten sich kaum von der Stelle. Was bei den Eidgenossen weniger ins Gewicht fällt, weil die Absprungbasis höher war.
Das ergeben die Vergleichszahlen von 2022 und 2023. Die Verschiebungen variieren je nach Rennen oder Qualifikation. Ferrari und Haas sind traditionell am Samstag besser als am Sonntag. Bei Mercedes war es mal anders. Aber jetzt musste Mercedes auch im Rennen Federn lassen. Zu wenig Abtrieb bestraft in jeder Disziplin.
Neue Autos acht Zehntel schneller
Im Vergleich der schnellsten Quali-Zeiten zeigt sich, wer über den Winter am meisten zugelegt hat. Als Basis für die Berechnung haben wir die jeweils schnellste Runde genommen, egal ob sie im Q1, Q2 oder Q3 gefahren wurde. Sonst hätte der ein oder andere Teilnehmer gar keine Vergleichszeit. Nico Hülkenberg wurde im Q3 die schnellste Runde wegen Überschreitung der Streckenlimits gestrichen. Alexander Albon beendete das Q2 nach einem Frontflügelbruch vorzeitig.
Interessant ist, dass die Formel 1 trotz der neuen Unterboden-Regel deutlich schneller geworden ist. Auf dem Papier sollten die 15 Millimeter höhergelegten Kanten eine halbe Sekunde Zeit kosten. Doch wenn man die jeweils besten Trainingsrunden aller zehn Autos addiert, kommt man 2022 auf einen Schnitt von 1.31,604 Minuten.
In diesem Jahr sank das Mittel des Feldes um 0,822 Sekunden auf 1.30,779 Minuten. Ein Teil geht auf die aerodynamische Entwicklungsarbeit, der andere auf das Übergewicht, das viele Autos vor einem Jahr noch mit sich herumschleppten.