Aston Martin kommt noch einmal mit einem blauen Auge davon. Trotz einiger gravierender Verfahrensfehler bei der Übermittlung der Ausgaben für die Saison 2021 geriet der Rennstall aus Silverstone zuletzt kaum in die Schlagzeilen. Die Medien nahmen stattdessen das Red-Bull-Team ins Visier, dem die FIA neben Verfahrensfehlern auch zu hohe Ausgaben nachweisen konnte.
Aston Martin blieb dagegen innerhalb des Budget-Deckels. Trotzdem musste die prüfende Behörde auch hier eine Strafe aussprechen. Wegen Verstößen gegen die korrekte Buchführung in insgesamt zwölf Fällen setzte es eine Geldbuße in Höhe von 450.000 US-Dollar. Dazu muss Aston Martin noch die Kosten des Verfahrens übernehmen. Der britische Rennstall hat die ihm vorgeworfenen Vergehen bereits zugegeben und die Strafe akzeptiert.
Die unkorrekten Finanz-Meldungen beziehen sich laut FIA auf den Bau der neuen Fabrik, die Anrechnung von Steuererleichterungen, Ausgaben für den neuen Simulator, Windkanal-Gebühren, Bonuszahlungen, Kosten für externe Mitarbeiter, die Verbuchung von gebrauchtem Inventar, Catering-Dienstleistungen in der Fabrik, Ausgaben für Tische und Stühle sowie die Verbuchung von Sponsoren-Kosten.

Höhere Strafe als für Williams
Weil es sich um das erste Jahr der Anwendung des Budget-Deckels handelte, fiel die Strafe am Ende noch relativ mild aus. Außerdem führten die FIA-Prüfer entlastend an, dass man nicht den Eindruck hatte, dass Aston Martin absichtlich gegen die Regeln verstoßen habe oder irgendwelche Vorteile aus den falschen Meldungen ziehen wollte.
Weil es sich aber am Ende doch um mehrere Fehler bei der Buchführung handelte, die Aston Martin zur Last gelegt werden, musste das Team deutlich tiefer ind die Tasche greifen als zum Beispiel Williams. Das Team aus Grove hatte schon im Frühjahr Zulieferer-Kosten zu spät an die FIA gemeldet und war dafür mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 US-Dollar belegt worden.