VW Golf VII R Facelift (2017) im Fahrbericht

VW Golf VII R Facelift (2017) im Fahrbericht
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Mit Allrad und 310 PS auf der Rennstrecke

VW Golf R VII (2017) - Kompaktsportwagen - Fahrbericht © VW 25 Bilder

Das Facelift beschert dem allradgetriebenen Golf R mehr Leistung und mehr Drehmoment. Dem sportlichen Kompaktwagen gelingt auch nach dem Update der Spagat zwischen Alltag und Sportlichkeit.

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Schon Ende des letzten Jahres erhielten die zivilen Golf-VII-Modelle ihre Frischzellenkur, jetzt ist auch die Sportskanone an der Reihe – und wir waren mit ihm auf einem nur 1.500 Meter langen Rundkurs auf Mallorca unterwegs. Dank einer Anhebung des Ladedrucks von 1,2 auf 1,4 bar rollt der VW Golf R ab sofort mit 310 PS statt 300 PS vom Band.

Kleine Änderungen am facegelifteten VW Golf R

Der so aufgeputschte Zweiliter-Vierzylinder soll den Wolfsburger in Kombination mit dem neuen Siebengang-DSG und der Launch Control in gerade einmal 4,6 Sekunden auf Tempo 100 feuern – und damit genauso flott sein wie ein Elfer, zumindest in dessen handgeschalteter Variante. Das Beste aber: Der neue Doppelkuppler verträgt nun 20 Nm mehr Drehmoment, sodass jetzt 400 Nm an alle vier Räder geschickt werden können. Der Handschalter muss sich weiterhin mit 380 Newtonmetern begnügen.

Darüber hinaus fallen die Änderungen am R zurückhaltend aus: Die Stoßfänger wurden neu gestaltet, das Design der LED-Leuchten vorn wie hinten etwas kantiger und der Diffusor überarbeitet, der Flap auf dem Heckspoiler soll für mehr Druck auf der Hinterachse sorgen. Zudem steht nun das Top-Infotainment-System Discover Pro mit Gestensteuerung und 9,2-Zoll-Touchscreen ebenso in der Aufpreisliste wie das digitale Cockpit namens Active Info Display. Doch genug der Theorie: Soll der aufgehübschte Power-Spross auf dem Track mal zeigen, was das Update verspricht.

Das Drehmomentplus ist die DSG-Sünde wert.

Drehmomentplus ist die DSG-Sünde

Kaum auf die Piste gerollt und selbstbewusst durch die ersten Kurven katapultiert, wird klar: Nicht die Mehrleistung, sondern vor allem das Drehmomentplus ist die DSG-Sünde wert. Zum einen sortiert es sich zackiger als der Sechsgang-Vorgänger, zum anderen verträgt es schon im zweiten Gang die vollen 400 Nm. Die bewahren den nach wie vor etwas kopflastigen R zwar wie bisher nicht vor leichtem Untersteuern, machen ihn aber insgesamt eine gute Portion souveräner.

Auch die direkte Lenkung und die neue, sieben Kilogramm leichtere Akrapovič-Titanauspuffanlage (optional, ab Herbst bestellbar) sorgen dafür, dass es nur wenige Minuten dauert, bis die Mundwinkel des Piloten bis zu den Ohren reichen. Sonor, rau und kernig frotzelt es bei der Trackumrundung aus den vier nun weiter nach außen verlegten Endrohren, ohne dass der VW Golf R im Fahrbericht dabei krawallig klingt.

Ja, auch ein Golf R will ein Golf sein – und damit ein Auto für die Massen. Das zeigt sich beim Fahrwerk, das sich mit den optionalen 19-Zöllern zwar straff und zu allen Schandtaten bereit gibt, aber dennoch wie schon beim Vorgänger als vergleichsweise komfortabel und alltagstauglich durchgeht. Alles wie gehabt also? Nein, denn wer den R noch etwas sportlicher möchte, kann künftig das Performance-Paket ordern. Das enthält nicht nur die um zwei Kilogramm abgespeckte und prima verzögernde Bremsanlage, sondern auch eine Vmax-Aufhebung: Anstatt der 250 km/h rennt der R dann mit bis zu 267 km/h Spitze über die Bahn – ein echter R-Folgsvertreter eben.

Fazit

40.675 Euro kostet der neue VW Golf R mit Sechsgang-Handschaltung. Genau 2.000 Euro mehr mit Siebengang-DSG. Die Mehrinvestition lohnt sich. Mit DSG sortiert der stärkste Golf die Gänge schneller, und hat 20 Nm mehr Drehmoment, die ihn anschieben und souveräner werden lassen.

Tabelle (techn. Daten)

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