Mercedes CLS Shooting Brake Fahrbericht: Schickes Heck trifft Spardiesel

Mercedes CLS Shooting Brake im Fahrbericht
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Schickes Heck trifft Spardiesel

© Hersteller 40 Bilder

Der neue Mercedes CLS Shooting Brake rollt mit schickem Heck und 204 PS starkem Spar-Diesel zum ersten Fahrbericht an.

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Alle Golfbags dieser Welt sind inzwischen in Heerscharen neuer Crossover-Kreationen verstaut. Welche Zielgruppe bleibt da noch für den Mercedes CLS Shooting Brake übrig? Der Segler. Er geht derart in seiner Sportart auf, dass er sich für den neuen Mercedes entscheidet, weil sein hölzerner Ladeboden eine Prise Regatta in den Alltag schwappen lassen soll. 4.700 Euro und 50 Cent kostet das Extra und einiges an Überwindung, schnöde Dinge wie Getränkekisten oder gelbe Säcke über das fünfschichtige amerikanische Kirschbaumholz zu schubbern. Doch das passt schon, denn robuste Alu-Schienen mit Kunststoffeinlagen verhindern grobe Furchen im edlen Belag.

Immerhin bis zu 590 Liter passen zwischen Heckklappe, asymmetrisch geteilte Rückbank und Laderaumabdeckung. Das Maximalvolumen beträgt 1.550 Liter, also gerade einmal 50 Liter mehr, als ein T-Modell der C-Klasse verkraftet. Wohl deshalb heißt der variable Mercedes CLS Shooting Brake nicht T-Modell, sondern Shooting Brake – eine Bezeichnung, deren Bedeutung sich im Lauf der Geschichte von spartanischen Fuhrwerken für die Jagd hin zu schnellen und eher wenig lastentauglichen Kombis verirrte.

AMG expandiert: Breite Palette bis 2014 1:34 Min.

Kleinster Mercedes CLS Shooting Brake mit 204 PS

Schnell? Klar, denn selbst das kleinste Triebwerk leistet 204 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern. Klingt verdächtig – richtig – nach dem 2,1-Liter-Diesel mit doppelter Aufladung, der mittlerweile in fast jeder Baureihe schuftet. Noch immer vibriert der Vierzylinder ein bisschen bis ins Lenkrad durch, doch sein kerniges Laufgeräusch dämmten die Ingenieure beinahe bis zur Unkenntlichkeit weg. Einzig wenn die Nadel des Drehzahlmessers über 3.000/min huscht, dringt ein blechernes Knurren bis in den Innenraum vor. Die Erschütterungen grober Straßenschäden dringen kaum nach innen, obwohl der Mercedes CLS Shooting Brake mit dem optionalen AMG-Sportpaket inklusive 18-Zoll-Rädern und ohne Rundum-Luftfederung (an der Hinterachse serienmäßig) zum Fahrbericht anrollte.

Doch selbst in diesem Outfit vermittelt der 4,96 Meter lange Mercedes CLS Shooting Brake – kaum kürzer als eine 505er Jolle also – wenig athletische Ambitionen, sondern strahlt eher Mercedes-typische Gelassenheit aus. Prima, denn so kommt der Fahrer den vom Werk prophezeiten 5,3 L/100 km Durchschnittsverbrauch vielleicht etwas näher. Übrigens, liebe Segler: Für den Shooting Brake stellt Mercedes gegenüber der Limousine 1.904 Euro extra in Rechnung, die Anhängerkupplung kostet weitere 1.023 Euro. Und 40 Cent.

Tabelle (techn. Daten)

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