Kia XCeed 1.5 T-GDI: Erstkontakt mit dem Mopf

Kia XCeed 1.5 T-GDI
:
Erstkontakt mit dem Mopf

Kia XCeed © Fred Roschki 20 Bilder

Der XCeed ergänzte 2019 die Ceed-Baureihe um einen Crossover, der nun zur Modellpflege ansteht. Was sie außer neuen Farben bringt, klären wir im Fahrbericht.

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Erinnern Sie sich noch an die ersten Exemplare des X Ceed , die zu Test- und Werbezwecken unterwegs waren? Sie fuhren allesamt im auffälligen Quantumgelb Metallic vor – natürlich um den Aufmerksamkeitseffekt zu erhöhen, andererseits aber auch, weil ihnen die Farbe tatsächlich gut stand. Es soll Menschen gegeben haben, die gar nicht wussten, dass es auch noch andere Lacke für den XCeed gibt.

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Eigenständige Optik mit längeren Überhängen und größerer Bodenfreiheit.

Nun sind drei Jahre vergangen, und die Logik der Automobilwirtschaft ruft nach einer Modellpflege, egal, ob es da wirklich etwas zu pflegen gibt. Immerhin ist der XCeed zwischenzeitlich das erfolgreichste Modell der Kompaktbaureihe (2021: 25.980 Einheiten) und bekam bereits in den Vorjahren einen neuen Motor und zusätzliche Online-Dienste spendiert.

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Für das aktuelle Lifting durften deshalb die Designer wieder ran – und warfen als Erstes das Quantumgelb aus dem Programm. Dafür gibt es drei neue Lacke, darunter das abgebildete Celadongrün, und auch wieder einen Gelbton ("Splash Lemon"), sodass der XCeed als eines von wenigen Kia-Modellen weiter mit einer vergleichsweise bunten und großen Farbauswahl aufwartet.

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Der 160 PS starke 1,5-Liter-Benziner agiert tatkräftig und meist diskret.

Dazu kommen noch einige typische Zutaten aus dem Produktaufwertungskatalog: sanfte Retuschen an Front, Heck und Rädern inklusive eines neuen Leuchten- und Leucht-Designs, ein erweitertes Assistenz- und Online-Paket sowie eine zusätzliche Ausstattungslinie, nämlich die bereits von anderen Kia bekannte GT-Line. Die Tatsache, dass ich Ihnen dies in einer gewissen Ausführlichkeit schildere, lässt Sie schon ahnen, dass sich am grundsätzlichen Wesen des knapp 4,40 Meter langen XCeed nichts geändert hat – warum auch? Mit dem gleichen Radstand wie beim Ceed (2,65 Meter) bietet er einen eigenständigen Auftritt mit der von vielen Kunden geschätzten leicht erhöhten Sitzposition und einem guten Raumangebot auf allen Plätzen. Es fällt vor allem im Fond sowie beim Kofferraum (426 Liter) etwas großzügiger aus als im Grundmodell.

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Bein- und Kopffreiheit mit Reserven auch für größere Fondinsassen.

Mit drei Benzinern, einem Diesel sowie einer Plug-in-Hybrid-Variante deckt Kia ein Leistungsspektrum zwischen 120 und 204 PS ab. Für die erste Begegnung mit dem aufgefrischten Modell steht für uns der 160 PS starke 1.5 T-GDI bereit (ab 28.690 Euro), der neben dem Plug-in-Hybrid aktuell der beliebteste Motor ist.

Antrieb und Fahrwerk in bewährter Manier

Dank eines Leistungsplus von 40 PS gegenüber dem Basis-Dreizylinder bewegt der Turbo-Vierzylinder den 1,4-Tonner so flott, dass nur wenige Kunden den Wunsch nach mehr Leistung empfinden dürften. In Verbindung mit dem optionalen Siebengang-Doppelkuppler (1.600 Euro) vermissen wir aber weiterhin Schaltwippen am Lenkrad für spontane manuelle Eingriffe, obwohl diese – je nach Fahrweise – nur selten erforderlich sind.

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Bis zu 1.378 Liter passen rein. Serie: variabler Ladeboden, Option: 40 : 20 : 40-Rücklehne.

Das Fahrwerk wahrt trotz straffer Grundnote in den meisten Fällen die Komfort-Contenance, lässt den XCeed nur auf grobem Geläuf etwas steifer federn und abrollen als den Basis-Ceed – der typische Preis für den etwas höheren Schwerpunkt. Doch das dürfte dem weiteren Erfolg des Crossover ebenso wenig Abbruch tun wie das entfallene Quantumgelb.

Fazit

Warum etwas ändern, wenn das Konzept passt? Beim XCeed reichen neue Farben und Funktionen.

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