Ford C-MAX 1.0 Ecoboost im Fahrbericht: Kleiner Motor mit großer Wirkung

Ford C-MAX 1.0 Ecoboost im Fahrbericht
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Kleiner Motor mit großer Wirkung

Ford C-MAX 1.0 Ecoboost, Frontansicht © Beate Jeske 12 Bilder

Ford macht ernst und packt den kleinen Dreizylinder nach Fiesta und Focus nun auch in den größeren C-Max. Wie schlägt sich der Einliter-Turbo in dem kompakten Van?

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Benzinmotoren mit ungerader Zylinderzahl zählen bei Autos eher zu den Randerscheinungen. Fünfzylinder kommen nur noch vereinzelt zum Einsatz, während Dreizylinder bislang vor allem als Einstiegsmotoren für Klein- und Kleinstwagen dienen. Doch das ändert sich gerade. Bestes Beispiel: der Ecoboost von Ford, der mit modernster Technik wie variabler Nockenwellenverstellung, Direkteinspritzung, Turboaufladung und wassergekühltem Abgaskrümmer bis zu 125 PS aus nur einem Liter Hubraum entwickelt.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Citroën, Peugeot, Renault oder VW scheut sich Ford nicht, seinen Dreizylinder in größere Modelle oberhalb des Fiesta einzubauen. Ein solches Triebwerk in einem Kompakt-Van – das gab es noch nie. Skepsis ist angebracht, schließlich warten auf den Dreizylinder in der 100-PS-Ausführung bereits leer knapp 1.500 Kilogramm, voll beladen sind es sogar bis zu 1,9 Tonnen.

Fahrbericht Ford C-Max 1.0 Ecoboost 2:38 Min.

Kleiner Dreizylinder überzeugt auch im Ford C-Max

Doch sie ist unbegründet, denn der Ford C-Max fühlt sich bereits auf den ersten Metern sehr kräftig und unbeschwert an. Obwohl er mit hoher mechanischer Laufruhe glänzt und auf der Autobahn kaum zu hören ist, kann der Einliter unter Last das charakteristische Knurren seiner Zylinderzahl trotz guter Dämmung nicht ganz verheimlichen. Lästig laut wird er jedoch nie, nicht einmal beim Ausdrehen bis in den roten Bereich. Das nimmt der drehfreudige Direkteinspritzer ebenso klaglos hin wie untertouriges Bummeln, wobei die Gangwechsel mit der präzisen Sechsgang-Schaltbox leicht von der Hand gehen. Lediglich beim Anfahren sind leichte Vibrationen spürbar.

Das maximale Drehmoment fällt mit 170 Nm sogar etwas üppiger aus als beim weiterhin angebotenen, 1,6 Liter großen Vierzylinder-Sauger mit 105 PS. Dennoch fühlt sich der Dreizylinder im Ford C-Max nicht nach Aufladung an: Die Leistung entfaltet sich gleichmäßig ohne spürbar einsetzenden Turboschub, schließlich liegt das Maximum schon ab 1.500/min an.

Doch so fein der Dreizylinder mit dem Ford C-Max harmoniert – als Einstiegsmotor muss er auch bei den Kosten überzeugen, vor allem gegenüber dem 200 Euro günstiger angebotenen 1,6-Liter. Diese Differenz hat der Ecoboost nach drei Jahren schon über die niedrigere Kfz-Steuer amortisiert, zu der auch der niedrige CO2-Ausstoß (117 statt 149 g/km beim 1.6) beiträgt, der einem Normverbrauch von 5,1 L/100 km entspricht.

Fazit

Der kräftige und kultivierte Dreizylinder überzeugt im C-Max fast rundum. Nur der Verbrauch fällt etwas zu hoch aus.

Tabelle (techn. Daten)

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