Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM im Fahrbericht: Nicht ganz perfekt

Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM im Fahrbericht
:
Nicht perfekt, aber reizvoll

© Hans-Dieter Seufert 8 Bilder

Der Alfa Romeo Giulietta interpretiert die Kompaktklasse auf die italienische Art und mit einer Prise Exklusivität. Wir sind die Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM 16V mit 140 PS gefahren.

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Es ist doch einfach eine Spur sympathischer, wenn ein Auto statt einer Zahlen-Kennung einen Namen trägt – erst recht, wenn es ein weiblicher ist. Im Falle der Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM passt er jedenfalls sehr gut zu den prallen Formen des Viertürers.

Verbrauch ist hoch, die Bedienung eigenwillig

Schließlich wollen die Modelle mit dem Sportlerherz vor allem eines: verführen. Das cuore sportivo bezog sich früher meist auf das gierig drehende Triebwerk unter der Fronthaube. Im Alfa Romeo Giulietta-Testwagen pocht jedoch ein Diesel-Herz: die 140-PS-Version des Zweiliter-Vierzylinders. Die Gasansprache eines sportlichen Saugmotors darf man von ihr natürlich nicht erwarten, wohl aber Drehfreude und Spontaneität. Angesichts eines Testverbrauchs von 7,1 L/100 km gehört der Diesel allerdings nicht zu den Spritsparern seiner  Klasse.

Alfa Romeo setzt eher auf Fahrfreude. Die prinzipbedingte Kopflastigkeit durch das schwere Diesel-Triebwerk auf der Vorderachse ist nicht negativ zu spüren. Der Alfa Romeo Giulietta 2.0 JTDM stürzt sich freudig in Kurven und erspart ihrem Fahrer mürrisches Zerren in der Lenkung. Trotz aller Sportlichkeit ist der Federungskomfort ordentlich, wenngleich schnell aufeinander folgende Bodenwellen starke Unruhe in den Vorderbau bringen.

Verschrobene Bedienung im Alfa

Fast schon Tradition hat bei Alfa Romeo die etwas verschrobene Bedienung. Gut, wenn man dieser italienischen Schönheit gegenüber prinzipiell nachsichtig eingestellt ist: allein schon wegen des klangvollen Namens.

Fazit

Etwas Nachsicht vorausgesetzt, verbindet die Giulietta Fahrvergnügen mit akzeptablem Komfort und einer Prise Exklusivität.

Tabelle (techn. Daten)

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