Jene Hardcore-VW-Fans, die Jahr für Jahr beim traditionsreichen Wörthersee-Treffen sich selbst und ihre Lieblings-Automarke feiern, machen eine harte Zeit durch. Nach 2020 musste das GTI-Treffen in Österreich auch diesmal wieder coronabedingt abgesagt werden. Das ist doppelt schade, wäre doch 2021 das erste Jahr geworden, in dem ein offizielles Showcar auf Basis des ID.3 debütiert hätte. Es wäre durchaus spannend gewesen, die Reaktionen der Fangemeinde auf den Elektriker mitzuerleben.

Statt im – meist sonnigen – Urlaubsparadies in der Alpenrepublik debütierte das trotzdem gebaute ID.3-Unikat "Wörthersee" in einer von Kunstlicht beleuchteten Werkshalle der Fabrik Zwickau. Aber auch das passt gut, schließlich wird das Elektroauto dort gebaut. Zudem setzten 14 Auszubildende von Volkswagen Sachsen das Projekt um. Und zwar nicht nur "Zwickauer", sondern auch Azubis aus dem Motorenwerk Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur in Dresden.
21-Zoll-Räder und Neonlack
Nicht nur die Pandemie sorgte während des Bauprozesses für erschwerte Bedingungen; auch die Lehrlinge selbst machten es sich nicht gerade leicht. Um beispielsweise die enormen 21-Zoll-Räder mit Hankook-Bereifung in die Radhäuser quetschen zu können, mussten sie die ID.3-Kotflügel verbreitern, was wiederum Anpassungen bei den Stoßfängern mit sich brachte.

Für die Lackierung konnten sich die Azubis nicht nur in der Farbpalette von Volkswagen, sondern auch bei den edlen Konzernmarken Bentley und Lamborghini bedienen. Dabei sticht die Neon-Lackierung mit fluoreszierendem Pulver heraus, die sich an der gesamten Karosserie sowie an den Felgen findet. Besonders markant kommt sie in Wabenform an den C-Säulen zur Geltung.
Komplett versportlichtes Cockpit
Fast noch spektakulärer sieht der weiträumig mit Leder und Alcantara ausgekleidete Innenraum des Azubi-ID.3 aus. Das Neongelb taucht hier großflächig verteilt an den Schalensitzen, am Lenkrad und am Armaturenbrett auf. Die Fondsitze mussten nicht nur dem ebenso gestalteten Überrollkäfig weichen, sondern auch dem Subwoofer der sicherlich ziemlich klangstarken Sound-Anlage. In den Türverkleidungen kommt Lasertechnik zum Einsatz, eine bedruckte und geharzte Scheibe macht die Antriebstechnik an der Hinterachse sichtbar. Statt über konventionelle Außenspiegel blicken der Fahrer oder die Fahrerin über ein Kamerasystem nach hinten.