Sono Motors hat mit seinem Solar-Elektroauto Sion die ersten Gesamtfahrzeug-Crashtests absolviert. Dabei ließen die Ingenieure einen Sion-Prototyp mit einer Geschwindigkeit in Höhe von 50 km/h gegen eine Barriere fahren. Der Test fand bei Sonos Entwicklungspartner CSI in Italien statt. Die Tester hatten das Testfahrzeug vor dem Crash mit einer grünen Farbe überzogen, um während des Crashversuchs kontrastreichere und somit besser auswertbarere Bilder zu bekommen.
Solarzellen beim Crash unauffällig
Ein für Sono wichtiges Ergebnis ist, dass die in der Kunststoffoberfläche des Sion integrierten Solarzellen nicht gesplittert sind. Derartige Befürchtungen hatten User teilweise in sozialen Netzwerken geäußert. Laut den Sono-Verantwortlichen ist nun beweisen, dass die Solarzellen bei einem Unfall keine Gefahr für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer darstellen. In Kürze sollen erweiterte Crashtests nach EURO-NCAP-Vorschriften erfolgen. Die Sono-Verantwortlichen betonen, dass sie auch dort keine Überraschungen erwarten – in den bisherigen rechnerischen Simulationen habe der Sion alle nötigen Werte erreicht.
Umfangreiche Sicherheits-Serienausstattung
Im Zuge seiner ersten Crashversuche kündigt Sono zudem an, den späteren Serien-Sion mit einem umfangreichen Fahrassistenzsystem-Paket auszustatten. Das Paket enthält ein System zur Kollisionswarnung, einen Notbrems-Assistenten, einen Spurwechsel- und einen Spurhalteassistenten, einen Müdigkeitswarner, eine Verkehrszeichenerkennung, rückwärtige Parksensoren und die beispielsweise auf dem US-Markt ohnehin vorgeschriebene Rückfahrkamera. Außerdem ist die Technik für einen adaptiven Abstandstempomaten an Bord, der dann nach dem Produktionsstart als kabelloses Update das Assistenzsystempaket erweitern soll. Als Startpreis peilt Sono für den Sion 30.000 Euro an.