Futuricum FH SEMI 40E 900 kWh: 500 km mit XXL-Akku

Futuricum FH SEMI 40E 900 kWh
40-Tonner mit Giganten-Akku

Futuricum FH SEMI 40E 900 kWh
Foto: Futuricum

Erst im September 2021 hat Futuricum gezeigt, dass man mit einem Elektro-LKW 1.100 Kilometer weit fahren kann und sich den Guinness-Rekord für die längste gefahrene Strecke mit einem E-Lkw gesichert. Wichtige Einschränkung: Der Erfolg wurde auf dem 2,8 Kilometer langen Contidrom in der Nähe von Hannover eingefahren, das heißt mehr oder weniger unter Laborbedingungen, die sich nicht mit dem Brummi-Alltag vergleichen lassen. Ganz anders sieht es mit dem neusten Wurf aus, den Futuricum jetzt vors Werkstor rollt. Gemeinsam mit den Logistikern Friderici Special und Galliker Transport wurden die ersten beiden Schwerlast-LKW auf die Räder gestellt, die im harten Schwerlast-Alltag 500 Kilometer Reichweite schaffen soll.

Futuricum FH SEMI 40E 900 kWh
Futuricum

160 kWh pro 100 Kilometer

Dafür wurden die Zugmaschinen auf Basis des Volvo FH um einen Meter verlängert und die Nutzlast um zwei Tonnen erhöht. Nur so war es möglich, die 900 kWh-Akkukapazität zwischen den Achsen und hinter der Fahrerkabine zu platzieren. Die für den Einsatz bei Schwer- und Sondertransporten vorgesehenen Futuricum-Topmodelle kommen laut Herstellerangaben auf einen Aktionsradius von rund 500 Kilometern. Die nutzbare Kapazität liegt bei 765 kWh, der Verbrauch sollte bei rund 160 kWh/100 km liegen. Das Gesamtgewicht der insgesamt 4 Akkupakete (jeweils 225 kWh) beträgt laut Futurium 5.440 Kilo.

So viel Batteriekapazität stellt besondere Anforderungen ans Thema Laden: Standardmäßig ist ein 22-kW-Lader an Bord, optional kann auch eine 44-kW-Version geordert werden. Mit den 22 kW muss man rund 37,3 Stunden für die volle Aufladung (100%) einplanen, mit 44 kW sinkt die 100%-Zeit auf 18,7 Stunden. Die maximale Schnellladeleistung liegt bei bis zu 350 kW, dann ist der Akku in 1,7 Stunden wieder bei 80%. Am 150-kW-Schnelllader dauert es 4,1 Stunden. Das Schweizer Bundesamts für Straßen (ASTRA) hat für beide Exemplare eine Ausnahmegenehmigung erteilt, damit die E-Sattelschlepper auf öffentlichen Straßen fahren dürfen.