Auslieferungsstopp Mini Cooper SE Countryman All4

Mini Cooper SE Countryman All4
1 Kilometer E-Reichweite fehlt: Auslieferungsstopp

Am Ende hängt es an einem Kilometer: Wie uns ein Sprecher bestätigte, muss Mini die Auslieferung seines SUV mit Plug-in-Hybridantrieb in ganz Europa pausieren. Der Grund: Die elektrische Reichweite des Cooper SE Countryman All4 beträgt "mitunter" nur 59 statt 60 Kilometer (nach NEFZ). Der Malus sei bei internen Kontrollen aufgefallen, woraufhin Konzernmutter BMW die zuständige Zulassungsbehörde in Irland (NSAI) informiert habe, "weil wir da extrem vorsichtig und sensibel sind", so der Sprecher.

Software-Update bis Ende November

Die NSAI ließ daraufhin die Auslieferung des PHEV-Minis mit sofortiger Wirkung stoppen. Um diese Entscheidung rückgängig zu machen, muss der Hersteller nun ein Software-Update nachschieben. Bis Ende November soll es eine Lösung geben, mit der das Batterie-Management nachgebessert wird; wahrscheinlich zapft der Cooper SE Countryman All4 künftig die Akku-Reserven etwas stärker an.

Bei in Deutschland etwa 600 Autos, die bereits produziert wurden, soll das Update noch vor der Auslieferung installiert werden. Bei weiteren 900 Exemplaren, die sich bereits in Kundenhand befinden, müssen die Besitzer eine Werkstatt aufsuchen. Allerdings soll das nicht im Rahmen eines Rückrufs, sondern bei der nächsten Inspektion geschehen.

Rein elektrische Kilometer wichtig für die staatliche Förderung

In Deutschland reichen aktuell 40 potenziell rein elektrische Kilometer, damit ein Plug-in-Hybrid in den Genuss der staatlichen Förderung kommt. Mit einem Basispreis von 38.017 Euro (inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer) erhalten die Käufer eines Cooper SE Countryman All4 die vollen 6.750 Euro (4.500 Euro Bundes- und 2.250 Euro Herstelleranteil) Förderprämie. Allerdings sollte Mini das Thema auch hierzulande bis spätestens Jahresbeginn 2022 beseitigen: Von diesem Jahr an gelten 60 Kilometer als elektrische Mindest-Reichweite, um sich aus dem Fördertopf bedienen zu dürfen.