Newsletter vom 05. Februar 2022
Nichts wie raus hier!

Wie verbringt man am besten die Minuten an der Ladesäule, bis das Elektroauto wieder über genug Energie verfügt, um die nächste relevante Etappe des Langstrecken-Trips zu absolvieren? Stets einen Kaffee trinken oder gar ein feudales Mahl im Restaurant der Raststätte genießen, hebt das Koffein- und/oder Kalorien-Level möglicherweise auf ein ungesundes Maß – und geht auf jeden Fall ins Geld. Spaziergänge durch parkende Lastwagen bieten auch nicht gerade den größtmöglichen Zerstreuungseffekt. Also bleibt man meist im Auto sitzen und daddelt am Smartphone. Doch das muss nicht sein: Wer während der Ladepause seinen Grips anstrengen möchte, sollte beim nächsten Autokauf einen Mustang Mach-E in Erwägung ziehen. Ford hat nämlich ein interaktives Spiel für seinen Elektro-Crossover konzipiert, bei dem dieser zum Escape Room und die Insassen zu Spionen werden. Wie das genau funktioniert, schildert Ihnen mein Kollege Patrick Lang.

Ford Mustang Mach-e Escape Room Game
Ford

Seit gestern laufen die Olympischen Winterspiele in der chinesischen Hauptstadt Peking. In einer Multi-Millionen-Metropole also, die mit Wintersport eigentlich nichts am Hut hat. Und in einem Land, in dem Menschenrechte nicht viel gelten, das seine Bürger umfassend überwacht und das nicht nur beim Bau der teils pompösen Sportstätten wenig nachhaltig agiert. Doch der olympische Glanz soll die negativen Seiten überdecken und stimmungsvolle Bilder in die Welt senden – "Sportwashing" reinsten Wassers also. Ein Thema, das dem Motorsport wahrlich nicht fremd ist. Fast jede internationale Rennserie tritt längst in Nationen an, deren Gesellschafts- und Regierungsformen von demokratischen Standards meilenweit entfernt sind. Warum die Formel 1 eine Vorreiterin bei dieser Entwicklung war, ob sich dieses Rad noch einmal zurückdrehen lässt und wie sich die Fans verhalten sollten, erklärt Jürgen Mittag, ein Experte für Sportpolitik, im Interview.

Empfehlung der Redaktion

Wir Laien stellen es uns nicht so schwierig vor, zu vernünftigen Kosten ein zweckmäßiges Postauto zu entwickeln, produzieren und einzusetzen - so hoch können die Ansprüche der Brief- und Paketlieferanten schließlich nicht sein. Aber ganz offensichtlich sind wir total naiv. Erinnert sei an die jahrelange Posse um Streetscooter: Jenen Elektro-Transporter, den die Deutsche Post für lange Zeit selbst baute, ohne dies zu wollen, bis sie diese Sparte schließlich vor kurzer Zeit abstieß. Ein Drama um ein Postauto machen derzeit auch die Amerikaner. In den Vereinigten Staaten hat der heimische Nutz- und Militärfahrzeug-Hersteller Oshkosh den lukrativen - weil milliardenschweren - Auftrag erhalten, ein neues Lieferfahrzeug zu entwickeln und produzieren, das vom US Postal Service eingesetzt wird. Doch der Prozess, bis die amerikanischen Postler ihren neuen Dienstwagen in Betrieb nehmen können, zieht sich schon ewig hin. Erst fiel lange Zeit keine Entscheidung, welcher Autohersteller den Zuschlag erhält, dann klagte ein unterlegener Konkurrent gegen den Zuschlag für Oshkosh. Und nun bemängelt auch noch die heimische Umweltbehörde EPA den neuen Postwagen - und zwar aus mehreren Gründen, die wir Ihnen hier verraten.