Früher, da war nicht alles besser. Aber es war einfacher. Gerade in der Auto-Szene gab es so viele nette kleine Schubladen, in die man sich die Welt wunderbar einsortieren konnte. Amerikanische Autos taugen nur geradeaus und nicht in Kurven. Elektroautos sind was für Ökos. Und Deutschland, das war schon immer Kombi-Nation Nummer eins. Für jedes Stammtisch-Gespräch war man mit diesem seichten Halbwissen bestens gerüstet. Und heute? Stromer avancieren zu gefragten Lifestyle-Objekten, ein Mustang prügelt in weniger als acht Minuten um die kurvige Nordschleife und bei Mercedes ist die E-Klasse als Limousine ausverkauft, während der Kombi ganz ohne Lieferprobleme bestellt werden kann. Also wirklich – das ist nicht mehr mein Auto-Deutschland. Gut so, denn mir gefällt diese bewegte Zeit. Sie macht den Job spannend. Und auch bei Mercedes freuen sie sich, obwohl bis März 2023 Limo-Kunden abgewiesen werden müssen. Woran das liegt, habe ich beim Hersteller für Sie erfragt.

Aus alter Verbundenheit zu überholten Klischees serviere ich Ihnen jetzt trotzdem einen Kombi – und zwar den Opel Astra Sports Tourer. Den bringen die Rüsselsheimer mit einem breiten Antriebs-Portfolio, das vom reinen Verbrenner bis zum reinen Stromer reicht – und wer sich zwischen diesen Polen nicht entscheiden kann, greift halt zum Hybrid. Enthüllt wurde das Mehrzweck-Gefährt ja bereits Ende letzten Jahres, nun hat Opel aber auch den Aufpreis gegenüber der Schrägheck-Variante verraten. Diese und alle weiteren Informationen zum Astra mit Laderaum-Hintern erhalten Sie bei meinem Kollegen Thomas Harloff.