Wendelin Wiedeking ist der Porsche-Vorstandsvorsitzende, der das Bild der Marke in den vergangenen zwei Dekaden am stärksten geprägt hat. Er war der am besten bezahlte Top-Manager Deutschlands (mit einem zwischenzeitlichen Jahressalär von geschätzten 77 Millionen Euro), der europäische Vorstandschef mit der längsten Amtszeit (von 16 Jahren), der einzige, dem es gelungen ist, dass der Gewinn in einem Geschäftsjahr höher ausfiel als der Umsatz (aufgrund der Finanzbeteiligung an Volkswagen). Ein Kunststück ist ihm allerdings mißglückt: die Übernahme Volkswagens, weswegen sich sein Abbgang wenig rümlich gestaltete.
Wiedeking war der fünfte Vorstandsvorsitzende in der Geschichte des Unternehmens, der kein Familienmitglied ist. Der erste dieser Art war 1972 Ernst Fuhrmann. Hintergrund: Die Eigentümerfamlien Porsche und Piech entschieden sich im Jahr 1972 dazu, dass künftig keine Familienmitglieder mehr in Porsche-Gesellschaften tätig sein sollten, um fortan Streitfälle und Kompetenzgerangel zu vermeiden.
Welche weiteren Porsche-Vorstandsvorsitzende wann und wie lange an der Spitze des Zuffenhausener Sportwagenbauers standen, lesen Sie in unserer Fotoshow.